Jugendmusik Wädenswil  
   
       


Heisser Sound an heissem Sommerabend

Wädenswil: Konzert der Jugendmusik Wädenswil am Samstag 21. Juni 2003

von Barbara Moll
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Das Konzert des Aspirantenkorps, der Wädi Big Band und des Jugendblasorchesters sorgte trotz längstem Tag des Jahres und einladendem Grilladenwetter am Samstag für eine gut gefüllte Glärnisch-Halle. Das Publikum genoss während gut zwei Stunden Film- und Musical-Melodien.
Sonnenblumendekor, gedeckte Tische, ein feines Kuchenbuffet und genug Trinkbares empfingen die Besucher um 19.30 Uhr in der Glärnisch- Halle. Und natürlich die motivierten Musikerinnen und Musiker des Abends. Doch bevor diese loslegen konnten, begrüsste Präsident Roger Spälti die zahlreichen Besucher und dankte allen Sponsoren und Helfern. Das Aspirantenkorps zeigte sein Können mit Werken wie «Montevista » von Robert W. Smith, ein recht schweres, weil schnell gespieltes Stück, und John Lennons «Let it be», das grosse Konzentration abfordert. Und dann tauchten die musizierenden Bond-Fans in die Filmmusikwelt ab: «The World is not enough» und als Zugabe die Titelmelodie aus dem Film «Goldfinger» entführten das Publikum in die Welt des smarten James. Der Applaus war den 11- bis 15- Jährigen sicher.
Wädi Big Band
Die konzertante Reise führte unter der Leitung von Jonas Knecht in die Welt des Swing: «Birdland» von Josef Zawinul, «Hay Burner» von Sammy Nestico und das von Michael Sweeney arrangierte «Choo Choo Ch’oogie » swingten unwiderstehlich durch die Halle. Schon bald swingte so mancher – Gross und Klein – im Publikum zu den mitreissenden Klängen mit. Tosender Applaus folgte Stück auf Stück. Mit dem legendären «In the moods» setzte die Wädi Big Band ihren musikalischen Schlusspunkt.
Erstmals mit Gesang
Nach einer kurzen Pause spielte das Jugendblasorchester auf. Wie von Dirigent Domenico Emanuele zu erfahren war, hatten die Jugendlichen sämtliche Werke im Musiklager während den Frühlingsferien selbst eingebracht und in vielen Stunden eingeübt. «Auch die Idee mit den zwei Sängerinnen des Schülerchors von Andrew Bond stammt von ihnen », betonte Domenico Emanuele. Der Geschmack des Orchesters liegt ganz klar bei Filmmusik und Musicals. Leonard Bernsteins «West Side Story», übrigens die musikalische Herausforderung für das Orchester, «The time of my life» aus dem Film «Dirty Dancing «und «Fame» aus dem gleichnamigen Musical, waren aus dieser Sparte. Gesanglich untermalten Regula Haas und Natalie Bachmann «The time of my life» und «Fame». Und spätestens bei «Do nothing till you hear from me» von Duke Ellington konnte sich das Publikum vom Stimmvolumen der Sängerinnen überzeugen.
Fast am Schluss des Konzerts trat Präsident Roger Spälti nochmals auf – in einer Mission, die er mit grosser Dankbarkeit erfüllte, aber auf die er lieber verzichtet hätte. Es galt, Nadja Hitz, Helena Weibel, Gabriel Stillhard, Patrick Schwarzenbach und Désirée Zebisch nach fünf bis zu zehn Jahren aktiver Teilnahme aus der Jugendmusik Wädenswil zu verabschieden und ihnen eine Urkunde und den Musikerpass zu überreichen. Roger Spälti ehrte auch das scheidende Vorstandsmitglied Christian Stricker nach langen Jahren der Mithilfe.
Domenico Emanuele und das Jugendblasorchester beendeten den heissen Abend mit heissen Rhythmen: «Brazil» von Ary Barosso – diesmal in einer selten gespielten Variation – löste einen tosenden Schlussapplaus aus. Zufrieden waren nicht nur die Gäste des Abends, auch Dirigent Domenico Emanuele wars: «Ich bin sehr zufrieden und sehe unserem morgigen Auftritt an den Kreismusiktagen in Oberrieden positiv entgegen.»
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