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Jugendmusik Wädenswil | ||||||||
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Serenade eines lauen AbendsStimmungsvolles Serenadenkonzert von Harmonie und Jugendmusik am Freitag 5. Juli 2002 |
| Sommerserenade – ein Wort, das auf
der Zunge zergeht; das Wort, das
nach Ferien riecht. Den dazugehörenden,
beschwingt abgehobenen Abend
erlebten die vielen Besucherinnen
und Besucher am Serenadenkonzert
von Harmonie und Jugendmusik am
Freitagabend unter der Leitung von
Domenico Emanuele im Rosenmattpark.
Eine stimmungsvollere Kulisse für ein Sommerserenaden-Konzert kann wohl kaum gefunden werden als jene im Rosenmattpark. Leuchtender Sommerflor säumte die Kieswege der ehrwürdigen Anlage, begleitete die gegen 100 Musikerinnen und Musiker sowie Gäste, vom Baby bis zum Opa, zum Konzertplatz und, so Max Zürcher in seinen Begrüssungsworten, das richtige Wetter hätten sie auch perfekt terminiert. «What a Feeling» Die ersten drei Vorträge des Melodienzaubers entströmten den Lungen und Instrumenten der Jugendmusik; sie stieg mit dem rasanten New Sound «Top of the World» ins Konzert ein. Swingend gings gleich weiter mit der immer wieder faszinierenden Benny- Goodman-Melodie «Swing the Mood», einem Rhythmus, der ruhiges Sitzen schwer macht. Nachdem der nur in diesem speziellen Fall störende Kirchturmschlag abgewartet worden war, folgte mit der teils verträumten, teils rassigen «Selection from ‹Flashdance›» ein rhythmisch schwieriges Werk. Doch Domenico Emanuele holte mit viel Dynamik und «What a Feeling» die jungen Spieler aus jeder Reserve. Resultat: ein Riesenapplaus für die jungen Musikerinnen, Musiker und Schlagwerker. Von Softklängen bis zu Tutti-Dynamik Was wäre ein Blasorchester ohne ein Stück aus der Marschmusikschublade. Die Harmoniemusik häkelte dieses Muss mit «Aufwärts» von Ernst Lütholf ab. Dann führte die rhythmusstarke Schlagzeugerin mit der schrillen Fahrradglocke ins kurze und bekannte Hit-Thema des «Big Spender ». «We’re all alone», ein Ohrwurm- Softsound mit zarten Querflötensequenzen folgte, der nach dem beschleunigten Mittelteil von einem Klarinettensolo in den Schluss geführt wurde. Im nächsten Werk hatte die Pauke eine wichtige Funktion; sie legte den Puls durchs ganze swinging «Sing, Sing, Sing» und gab auch der Xylophonistin viel Arbeit. Ein fulminanter Tutti-Teil brachte schliesslich das Stück zum Schlussteil, der schlagartig endete. Fröhlich und vital spielten die Harmonisten dann zum Abschluss ihres Konzertteiles den mitreissenden Dixieland «That’s a Plenty». Bei dieser brillant gespielten und stark applaudierten Mitschnipp- Version wurden nochmals alle Register gezogen. 100 Musiker, ein Supersound Im dritten Teil des Konzertes spielten Jugendmusik und Harmonie gemeinsam, das hiess räumlich zusammenrücken. Ob Jazz, Klassik oder Pop – Musik ist weltumspannend. Das manifestierte sich einmal mehr in «Kodomo No Hi», einem Popstück «for young Bands», bei dem sich besonders im ersten Teil feine fernöstliche Klänge ausmachten. Dieser Sound, dieses Klangvolumen, zum Zuhören einfach genial. In noch zwei weiteren Stücken, nämlich in «Kokomo», mit dem starken lateinamerikanischen Rassel- Rhythmus, und dem letzten «At the Hop», kamen die vielen Besucherinnen und Besucher in den Genuss von weiteren Grandiosos. Es wundert nicht, dass sie nach Zugaben applaudierten. «Gut, nochmals ‹At the Hop›, aber dann wollen auch wir in die Ferien », strahlte der Dirigent. Der Dirigent Seit einem Jahr leitet Domenico Emanuele mit viel Engagement beide Blasmusik-Formationen im Ort. Er rühmt dabei nebst der erfreulichen Zusammenarbeit mit der Präsidentin der Jugendmusik, Beatrice Göltenboth, und dem Präsidenten der Harmonie, Max Zürcher, auch den hervorragenden Einsatz aller Musikerinnen und Musiker, im Besonderen die gute Aufbauarbeit mit den jugendlichen Spielern. |