Jugendmusik Wädenswil  
   
     

 

Jugendmusiklager 2002 in Moléson

vom 21.-26. April 2002

Silvia Hitz
Lager-Zwischenbericht
Schon wieder ist ein Jahr vorbei und die Mitglieder von Jugendmusik und Aspirantenkorps stehen auf dem EKZ-Platz. Da fährt bereits der grosse Car ein, der die Schar ins Welschland bringen soll. Auch dieses Jahr stehen wieder einige "Neue" etwas unsicher auf dem Platz, denn sie wissen noch nicht, was sie erwartet.
Bereits im Car zeigt sich, dass es in ein Musiklager geht. Immer wieder wird die CD ausge- wechselt, denn es gibt offenbar keinen Musikstil, der allen gefällt. Auf der zweiten Streckenhälfte werden die Annehmlichkeiten des neuen Cars genutzt, denn die Reisenden dürfen den Film "Titanic" sehen. Ruhe kehrt ein!
In Moléson angekommen wird die Lagerleitung und das Küchenteam begrüsst. So schnell wie möglich wollen die Jugendlichen ihre Zimmer sehen. Dort richten sie sich sogleich häuslich ein.
In kürzester Zeit ist das Haus belebt. Nach dem ersten Mittagessen heisst es allerdings bereits arbeiten. Die beiden Probelokale werden eingerichtet. Die Jugendmusik probt etwas abseits vom Lagerhaus in einer alten Seilbahnstation. Diese wurde zu einem Theaterraum umgebaut und ist ideal für unsere Zwecke. Allerdings müssen am Anfang heisse Rhythmen gespielt werden, weil der Raum nur unzureichend geheizt ist. Aber auch dem Aspi geht es nicht besser. Es probt zwar im zweiten Stock des Lagerhauses, aber auch hier ist es vorläufig noch unangenehm kühl.
Nach dem ersten Nachtessen geht es dann weiter mit Proben. Der neue Dirigent der Jugendmusik, Domenico Emanuele und der Leiter des Aspis, Mario Anderegg sind zufrieden mit ihren Truppen. Dies wird sich auch im Laufe der Woche nicht ändern, denn die beiden Korps arbeiten fleissig und machen Fortschritte. Die von Bea Göltenboth gespendeten Mohrenköpfe, die nur verteilt werden dürfen, wenn die beiden Dirigenten mit ihrer Truppe zufrieden sind, bleiben jedenfalls nicht lange liegen. Am Donnerstag dürfen sich die Korps ihre Stücke, welche sie für das Sommerkonzert einstudiert haben, gegenseitig vorspielen. Nicht alles klappt schon hundertprozentig, aber schliesslich bleibt ja noch Zeit zum Üben.
Natürlich soll in einem solchen Lager auch die Kameradschaft nicht zu kurz kommen. Kaum aus der Probe zurück, dröhnen auch schon wieder die verschiedensten Musikrichtungen aus den Zimmern.
Ob wohl Maurice Ravel Freude an der neuen Boléro-Version hätte?
Domenico Emanuele hatte es jedenfalls nicht.
 
Inline-Skater spielen Hockey auf dem riesigen Parkplatz vor dem Haus, Scooter-Rennen werden veranstaltet (zum Glück braucht es die Lagerapotheke nicht), im Essraum wird gejasst und gespielt oder es wird diskutiert.
Am Gruppenabend werden die Lagerteilnehmer in altersdurchmischte Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe muss 5 Lose ziehen. Darauf sind je ein Ort, ein Gegenstand, eine Tätigkeit, ein Zeitpunkt und eine Person vermerkt. Die Gruppen erhalten nun eine Stunde Zeit, um ein Theater vor- zubereiten, in welchem all die ausgelosten Dinge vorkommen müssen. Danach werden die kurzen Theaterstücke allen andern vorgespielt. Es entstehen sechs witzige und lustige Kurztheater, bei denen alle Teilnehmer integriert sind.
Auch etwas andere Luft soll ge- schnuppert werden und so führt uns der Ausflug nach Charmey. Hier soll es für einmal sportlich zu und hergehen. Hallenbad oder Minigolf ist angesagt. Die Mehrheit entscheidet sich für Minigolf. Dies zur Freude der wenigen Schwimmer, welche dann im Bad mehr Platz haben. Hier stehen die Dirigenten mit ihren "Stäben" nicht vorne, denn manchmal braucht es sieben Schläge, um das Loch zu treffen.
Die Lagerleitung lässt sich jedes Jahr wieder etwas Neues einfallen, um die Woche nebst dem Probenbetrieb so abwechlungsreich wie möglich zu gestalten. Deshalb gibt es am Mittwoch einen Kinoabend. Auch dafür ist das Probelokal bestens geeignet. Der erste Film ist so gewählt, dass ihn auch die Jüngeren ansehen dürfen. Für diese gilt dann wie immer, die etwas frühere Bettruhe. Die Älteren dürfen sich dann noch einen zweiten, etwas härteren Film ansehen. Allerdings macht sich im Kino die Müdigkeit breit, und die einen kennen den Schluss des Films nicht und andere wissen nicht, was zwischendurch geschehen ist. Am Schlussabend heisst es dann in Gruppen verschiedene Aufgaben zu lösen: Scooterrennen, Montagsmaler, Wasserballone schiessen, Ballone rasieren, Apfel aus einer mit Wasser gefüllten Schüssel essen, usw.
Nach getaner Arbeit dürfen wir das von Beat Schwarzenbach gespendete Dessert essen. Herzlichen Dank!
Am Freitag folgt die übliche Reinigung des Hauses. Nicht alle arbeiten mit dem gleichen Eifer mit, aber wir können das Haus sauber abgeben (zum Teil wohl sauberer als wir es angetroffen haben). Bereits ist die Lagerzeit 2002 zu Ende und die Heimreise wird angetreten. Müde, aber zufrieden treffen die Teilnehmer in Wädenswil ein, wo die meisten von ihren Eltern empfangen werden.
An dieser Stelle gebührt ein ganz grosser Dank dem Küchenteam, welches uns eine Woche lang mit abwechslungsreicher Kost verwöhnt hat. Auch die beiden Dirigenten haben sich mächtig eingesetzt. Danke im Namen der Musikanten. Und ein ganz besonders grosser Dank geht an Roger Spälti, welcher schon vor dem Lager sehr viel Arbeit erledigt hat, damit das Lager überhaupt durchgeführt werden konnte. Es lebe das Jugendmusiklager 2003.

- Zum Lager-Zwischenbericht vom Mittwoch 24. April 2002