Die Kinder von Kindergarten und Unterstufe
der Primarschule Hütten zogen
mit ihren leuchtenden Räben
durch das Dorf. Diesmal wurde der
Umzug zusätzlich durch die Jugendmusik
Wädenswil bereichert.
Bei der Planung des Hüttner Räbeliechtliumzuges
kam die Idee auf, dass
eine musikalische Begleitung den Anlass
noch attraktiver machen würde.
Deshalb wurde die Jugendmusik Wädenswil
angefragt, ob sie bereit wäre,
an diesem Anlass teilzunehmen. Damit
die Jugendlichen nicht zusätzlich
Zeit investieren mussten, wurde der
Umzug auf Montagabend angesetzt,
auf den Probenabend der Jugendmusik.
Die Erstklässler malten eine Woche
vorher eifrig Plakate, auf welchen
die Veranstaltung angekündigt wurde.
Diese wurden dann im ganzen Dorf
verteilt.
Gemeinsam Lichter herstellen
Am Montagmorgen hiess es die
Lichter herstellen. Im Gemeindesaal
arbeiteten alle beteiligten Klassen
gleichzeitig. Zuerst mussten die Räben
ausgehöhlt werden, was für die
Kleinsten immer eine recht anstrengende
Sache ist. Doch mit Hilfe der
Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen sowie
einiger Mütter schafften es alle.
Danach wurden liebevoll die Motive
geschnitzt.
Beliebte Sujets wie Sonne, Mond
und Sterne waren zu sehen, aber auch
Tannenbäume, Bären und noch vieles
mehr. Zum Schluss musste noch das
Loch für die Kerze gebohrt werden
und schon waren die Räben bereit.
Attraktiver Umzug mit Musik
Nach einem freien Nachmittag erschienen
die Kinder auf dem dunklen
Schulhausplatz. Viele von ihnen wurden
von Eltern und Verwandten begleitet.
Dann formierte sich der Zug.
Die Jugendmusik machte den Anfang.
Dahinter folgten die Kinder mit
den Räben. Die «Grossen» durften
immer zwei kleinere Kinder in ihre
Mitte nehmen. Dann schlossen sich
die vielen Zuschauer an.
Schon nach kurzer Zeit erklangen
die ersten Töne, und überall gingen
Fenster auf, und die Leute lauschten
den Klängen und schauten sich den
Umzug an.
Der Weg führte zuerst
durch das Dorf Richtung alte Post,
dann zur katholischen Kirche und
wieder zurück zum Schulhaus.
Durch die Feuerwehr bestens abgesichert,
bewegte sich der Zug durchs
Dorf, und sogar die Autofahrer, die
auf dem Trottoir warten mussten,
genossen die Abwechslung.
Schmackhafte Räbensuppe am Schluss
Beim Schulhaus stand bereits die
seit einigen Jahren obligate Räbensuppe
bereit. Wer Lust hatte, durfte
sich bei Suppe und Brot stärken.
Weil oft schon Mütter oder auch Väter
nach dem Rezept der Suppe ge-fragt
hatten, standen diesmal Säcke
zum Verkauf bereit, welche mit 500
Gramm Räbenfleisch gefüllt waren.
Daran angeheftet war das Rezept für
die Suppe. Weil Suppe ja bekanntlich
auswärts immer besser
schmeckt als zu Hause, bestürmten
viele Kinder ihre Mütter, das Rezept
zu kaufen.
Dies war die erste Auflage mit musikalischer
Begleitung, und es bleibt
nur zu hoffen, dass es noch lange
nicht die letzte war. Wer weiss, vielleicht
spielt auch schon bald das eine
oder andere Hüttner Kind in der Jugendmusik
mit.
Silvia Hitz |